Aus einem Traum:
Ich bin in einem weißen Labyrinth, oder einem hell erleuchteten Kellergeschoss mit weißen Wänden. Ich bin alleine und verirrt, und suche nach meinen Begleitern. Es kommt mir in meiner Panik ein grinsender,scheinbar wohlwollender Mann entgegen. Er scheint mein Begleiter zu sein. Ich freue mich sehr, ihn zu treffen, bin erleichtert und von Herzen dankbar. Doch schnell entpuppt er sich als Marionette eines Wahnsinnigen. Es droht mir keine Gefahr, aber nichts macht Sinn in seiner Gegenwart. Ich gehe weiter, verzweifelter denn je und stoße schnell auf eine Gruppe von drei oder vier Männern und Frauen. Das müssen die richtigen Begleiter sein! Endlich bin ich nicht mehr alleine.
Was dann jedoch passiert kommt unerwartet. Der scheinbar wohlwollende Mann, die Marionette, ist auch unter ihnen. Sie sind alle Marionetten desselben Wahnsinnigen! Ich will diese Enttäuschung nicht mehr, ich will diese Angst nicht mehr und höre auf die zermürbende Stimme im Hinterkopf, die sagt: “Mach dir nichts drauß. Du willst doch schließlich nicht mehr alleine sein, oder?”. Ich willige ein, mich ihnen anzuschließen, es ist mir lieber, zusammen mit dem Wahnsinn zu sein, als alleine. Wir versuchen gemeinsam zum Ausgang des weißen Labyrinths zu finden, doch es scheint als müßten wir andere Leute davon abhalten, uns zu finden. So laufe ich in Panik schreiend auf eine Tür zu, durch die gerade ein “Feind” in einen anderen Gang gegangen ist. Es schien nichts Bedrohliches an ihm, er scheint sogar sympathisch, aber die Panik, die Stimme in meinem Kopf, hielten mich dazu an, dir Tür in Windeseile hinter ihm zu verschließen.
Es passierte allerdings irgendetwas, und es schien als ob es bereits passiert war, als ich zustimmte, mich den Marionetten des Wahnsinns anzuschließen. Die Welt um mich herum wurde unwichtiger, sie war noch da, aber anstatt meiner Begleiter in Fleisch und Blut war nun ein BEGLEITER bei mir, der mich lehrte, die gesamte Szene friedvoll zu betrachten. Anstatt mit einem Körper identifiziert zu sein, schien ich zurückzutreten und unter unbekanntem, aber echtem Schutz zu stehen. Ich konnte mich vom Wahnsinn distanzieren, meine gehetzten Augen fanden einen Ruhepol. Die Welt, das Labyrinth aus weißen Wänden, war nun mit einem glitzernden Silber überzogen, das sanft und gleichmäßig durch alle Formen durchschien. Ich konnte in Stille atmen.
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Lektion 34 in Ein Kurs in Wundern: “Ich könnte stattdessen Frieden sehen”
- Atmen. Frieden. Freiheit. –
by Raw Moon


















